Eine Woche Singapur und der Weg dort hin

Von Batam nach Singapur muss man nur mal eben die Singapur Strait queren. Dann ist man schon da.

Nur mal eben ist gut – wir haben so einiges an Horrorgeschichten über die diese extrem stark befahrene Wasserstraße gehört. Der Verkehr ist das eine, aber da hat man ja das Steuer selber in der Hand. Das Wetter allerdings kann man nicht beeinflussen und über Singapur brodelt es immer gewaltig. Kaum ein Tag ohne Gewitter in der Umgebung. Freunde von uns hat es kurz vorher mit bis zu 8 Windstärken und Blitzeinschlägen ganz nahe bei erwischt. Das wünscht man keinem! Aber auch sie sind heil angekommen.

Hat man erst mal in Indonesien Ausklariert, würde man die Abfahrt am nächsten Morgen nur im äußersten Notfall verschieben. So stellen wir uns denn, früh morgens, den Naturgewalten und hoffen auf das Beste!

Und tatsächlich erreichen wir mittags Singapur ohne weitere Probleme, klarieren kurz in der Marina auf Sentosa Island ein und verholen uns dann in die Marina Keppel Bay, nahe dem Zentrum.

Wolken über und Schiffe vor Singapur

Natürlich ist das Queren des Verkehrstrennungsgebietes spannend, aber die Stelle ist schmal und wir können die großen Schiffe um uns rum gut beobachten. Erst kommen sie von backbord dann, nach dem imaginären Grünstreifen, von steuerbord. Am Funk, auf Kanal 16, ist die Hölle los. JD kommt kaum durch, um der Verkehrsteuerung Bescheid zu geben, dass wir auch wir hier unterwegs sind. Ich muss mich zum Glück nur einmal kurz gruseln, als wir gefühlt unendlich langsam, unter der Nase eines auf uns zukommenden Frachters vorbeiziehen. Dann hat uns der Käpt’n auch schon, ganz ohne Gewitter, dadurch gebracht.

So ist die Aussicht, wenn wir abends in Keppel Marina nach Hause kommen.
Wir liegen in einer Superyacht Box, sieht irgendwie putzig aus…
Wenn es in der Koje zu heiß zum Schlafen ist und auf Deck regnet, muss man sich halt ein anderes Plätzchen suchen!

Singapur selbst ist natürlich beeindruckend! Eine ganz besondere, westlich geprägte Metropole mitten in Asien. So vielfältig in Kultur, Menschen und Architektur!

Wir haben verschiedenste Einkäufe für das Boot zu tätigen, die wir nur hier bekommen können. So verbinden wir die Shopping-Ausflüge mit Sightseeing und kommen ganz gut rum in der Stadt.

Die Fassadenbegrünung überall hat es uns besonders angetan!
Lau Pa Sat: Dutzende Essensstände unter einem Dach!
Der beste food court in dem wir bislang gegessen haben!

Nach acht Tagen siedeln wir nach Malaysia um.

Singapur Harbor im Morgengrauen
Brücke zwischen Malaysia und Singapur
Passt, aber viel Luft ist nicht.

Die Puteri Marina liegt gleich gegenüber von Singapur, nur durch den Fluss getrennt. Der Unterschied in den den Kosten ist allerdings gewaltig: während wir in Singapur 200 € pro Nacht bezahlen, sind es in Puteri nur 20 €!

Hier können wir auch endlich wichtige Reparaturen abschließen und ohne schlechtes gewissen dauernd Essen gehen. Die Preise sind nicht ganz so niedrig wie in Indonesien, aber kein Vergleich mit Singapur!

In diesem Sinne: Prost!

Im Brotzeit, Singapur.

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