
Wir verbringen die Nacht am Anker um zum passenden Zeitpunkt in den Albany Channel einfahren zu können. Satte 4 Knoten Strömung schieben das Boot durch die schmale Passage! Da nicht genug Wind ist, müssen die Motoren ein bisschen mitlaufen um genug Fahrt durchs Wasser zu machen damit die Pami steuerfähig bleibt. Wir fliegen also mit über 9 Knoten dahin und genießen ein fantastisches Panorama. Salties, die hiesigen Salzwasserkrokodile sehen wir leider keine dafür kommen wir aber genau pünktlich am Ankerplatz in Thursday Island an.

Einklarieren ist super easy. No worries mate! Die beiden netten Beamten springen von ihrem Boot auf unser Heck um keine Schrammen an der Pami zu hinterlassen. Ein bisschen smalltalk und die Kärtchen ausfüllen, die es auch im Flugzeug gibt. Das war´s.
Die Biosecurity kommt gar nicht erst an Bord. Da wir nur für zwei, drei Nächte bleiben wollen und Australien dann direkt wieder verlassen, nimmt man es locker. Wir dürfen alle mit dem Dinghi an Land und werden dort kurz ein wenig interviewed und instruiert: Nichts von Bord mit an Land nehmen und ob jemand von uns krank oder gestorben ist. „Selbstverständlich“ und „Nein niemand“, ist die Kurzform.
Hätten wir länger in Australien bleiben wollen, erklärt uns der nette Beamte, hätten er und seine Leute das Schiff gründlichst durchsucht und alle Schränke hätten ausgeräumt werden müssen! Natürlich wird einem die Zeit für die Durchsuchung dann auch in Rechnung gestellt. Danke Mann, das du uns das erspart hast! 137 Euro hat es nur gekostet und Ausklarieren war gratis. Super Thursday Island!!!
Den Rest des Tages genießen alle den Landgang. Der erste nach 17 Tagen an Bord!
Ich habe sea legs und fühle mich bis zum ersten Bier landkrank und ein bisschen kodderich, aber ich bin die einzige von uns.
Der Supermarkt sieht gut aus, die Wäscherei finden wir auch und abends sind alle glücklich im kleinen Selbstbedienungsrestaurant des Grand Hotel. Kein Kochen, kein Spülen für Sieben bei Seegang, keine Nachtwache – was für eine Erholung!
