Wir haben uns mittlerweile entschieden, in Thursday Island einen kurzen Stopp einzulegen, um neuen Proviant zu bunkern. Es würde wohl irgendwie reichen bis Dili, aber wir wollen nicht eine Woche lang nur von Nudeln mit Tomatensauce leben…
Ansonsten segeln wir hier äußerst gemütlich und warm durchs wunderbar türkisfarbene Meer. Alle verbliebenen, frischen Vorräte werden genüsslich verputzt. Bis wir einklarieren und die Biosecurity kommt, dürfte nichts mehr übrig sein, was sie konfiszieren würden.

Damit es uns nicht langweilig wird, hat sich das Küchenwaschbecken verstopft. Alle Versuche mit kochendem Wasser, Soda, oder Pümpel es wieder freizubekommen sind gescheitert. Bis wir Gelegenheit bekommen, drastischere Maßnahmen zu ergreifen, stapelt sich das dreckige Geschirr überall.
Nachmittags können wir endlich bei ganz ruhiger See vor einem Inselchen das rote Schwimmding zu Wasser lassen. Tomas und ich schmeißen uns, mit einem langen Draht bewaffnet, bäuchlings drauf und hangeln uns unter die Pami. Während Tomas die Position hält und wir uns bei jeder zweiten Welle den Kopf stoßen, kann ich von unten mit dem Draht in den Ausfluss porkeln. Es gelingt! Der Pfropf löst sich – die unappetitlichen Einzelheiten erspare ich euch. Auf hoher See wäre das ganze wesentlich problematischer gewesen! Schwein gehabt!

Tag 17 ist erst zur Hälfte rum, aber er war bis jetzt schon wunderbar. Nach erholsam ruhiger Nacht folgte ein warmer, klarer Morgen mit wenig Wind. Zum Frühstück tauchte eine Schule Buckelwale an Backbord querab auf. Sie waren nah genug, dass wir mit bloßem Auge Fluken und Flipper erkennen konnte und sie haben uns über eine Stunde lang begleitet! Wunderschön!
Und jetzt haben wir zum ersten Mal seit langer Zeit die richtigen Bedingungen um den Wingaker fliegen zu lassen!

Unser großes, grünes Leichtwindsegel zieht uns mit 8 Knoten, bei nur 18 kts achterlichem Wind übers Wasser!
Kuchen gibt es gleich auch noch! Die Eier müssen weg! Mhhh
